Presse
18.08.2011
Harry Glawe / Burkhard Lenz / Dr. Alexander Badrow: Neuer Landkreis kann kommen
Die Vorsitzenden der CDU-Kreisverbände Nordvorpommern, Harry Glawe, Rügen, Burkhard Lenz, und Stralsund, Dr. Alexander Badrow, sehen die heute durch das Landesverfassungsgericht in Greifswald bestätigte Kreisfusion von Nordvorpommern, Rügen und Stralsund zu einem gemeinsamen Landkreis auf gutem Weg:
 
„Der CDU war immer wichtig, dass wir uns möglichst frühzeitig und umfassend auf die gemeinsame Zukunft in einem Landkreis vorbereiten und nicht mit der Arbeit bis zur abschließenden Entscheidung des Landesverfassungsgerichtes in Greifswald warten. Daher können wir heute am Tag der Urteilsverkündigung sagen, dass der bestrittene Weg richtig war und wir gut auf die neue Kreisstruktur vorbereitet sind. Wir können dem Wähler somit für die Wahl zum neuen Kreistag und die Landratswahl ein Angebot machen, das für eine gemeinsame Zukunft im neuen Kreis sowie für Kontinuität und Verlässlichkeit steht. Die Zusammenarbeit zwischen Nordvorpommern, Rügen und Stralsund soll intensiviert und ausgebaut werden; es wächst zusammen, was zusammen gehört. Dies gilt für den Tourismus genau so wie für die Gesundheitswirtschaft. Wir wollen uns als eine Region verstehen, die mit der Welterbestadt Stralsund über ein starkes Oberzentrum mit maritimer Industrie und Wissenschaft verfügt, mit Rügen Deutschlands größte Insel und Touristenmagnet beheimatet sowie mit Nordvorpommern sowohl Touristenzentren als auch ein vitales Hinterland mit prosperierender Landwirtschaft, Handel und Gewerbe umfasst. Eine Region mit gemeinsamen pommerschen Wurzeln, mit viel Potential und Zukunft – eine sehr lebenswerte Ecke Deutschlands, nicht nur des Klimas und der malerischen Landschaft wegen.
 
In dem neuen Kreis soll es nach dem Willen der CDU eine moderne, bürgernahe Verwaltung mit kurzen Wegen sowie einem direkten Kontakt und unmittelbaren Ansprechpartnern vor Ort geben. Daher werden wir in Bergen, Grimmen, Ribnitz-Damgarten und Stralsund Bürgerbüros als erste Anlaufstellen für die Bürger einrichten. Wir wollen somit eine bürgernahe Beratung und Verwaltung als Service im Dienst für den Bürger in der Fläche weiter vorhalten.
 
Der neue Kreis bietet die Chance, die Verwaltungsausgaben zu senken, ohne gleichzeitig beim Service für den Bürger zu sparen. Er bietet ebenfalls die Chance, mehr gemeinsam zu tun, z.B. in der Gesundheitswirtschaft, im Tourismus, aber auch bei der Wirtschaftsförderung oder im Verkehr. Die Chancen sind somit weitaus höher als mögliche vereinzelt befürchtete Risiken. Lassen Sie uns daher diese Chancen auch in den kommenden Jahren nutzen und aktiv die gemeinsame Zukunft zum Wohle der Bürger gestalten“, so Harry Glawe, Burkhard Lenz und Dr. Alexander Badrow abschließend.

04.03.2010
Burkhard Lenz: Kommunalfinanzen auf unsicherem Boden

Der kommunalpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Burkhard Lenz, hat angesichts der Veröffentlichung des kommunalen Finanzatlas auf den schwankenden finanziellen Boden der Gemeinden hingewiesen.

„Die jetzt veröffentlichten Rubikondaten zeigen, dass das Wehgeschrei lauter war als die tatsächliche finanzielle Situation schlimm ist. Zumindest gilt dies für die jetzt betrachteten Jahre.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich die Situation 2008 anders darstellt als 2009 und auch mit 2010 nicht vergleichbar sein dürfte. Als Grundproblem stellt sich nämlich dar, dass die Einnahmeentwicklung der Kommunen in immer weniger berechenbaren Wellen verläuft. 2008 und 2009 war die Entwicklung in den allermeisten Gemeinden noch recht positiv. Die Situation im Jahr 2010 wird sich grundsätzlich anders darstellen. Ausgeglichene Haushalte können viele Gemeinden nur deshalb vorlegen, weil nun die Rücklagen aus guten Jahren aufgebraucht werden. Wenn es ab 2011 nicht zu einer deutlichen Wirtschaftsbelebung kommt, wird es dann noch schwieriger, die Haushalte ins Lot zu bringen. Besondern schwierig stellt sich die Lage in den Mittelzentren dar. Gerade mittlere Städte haben durch den Einbruch bei der Gewerbesteuer massivere Probleme bei der Haushaltsführung als kleine Gemeinden.

Das Land hat mit der Schaffung eines Kommunaler Ausgleichsfonds einen Weg geöffnet, um die konjunkturell stark schwankenden Einnahmen der Kommunen zu stabilisieren. Dieser Fonds kann langfristig helfen, weil er gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise die Liquidität der Kommunen erhöht. Wie sich die Situation für die Mittelzentren, die im neuen FAG bereits begünstigt werden, verbessern lässt, müssen wir diskutieren“, so Burkhard Lenz.

Nach der Sommerpause wird sich der Innenausschuss noch einmal umfassend mit der Finanzsituation der Kommunen befassen. Dies wurde wie Burkhard Lenz berichtete heute im Innenausschuss vereinbart.


23.02.2010
Udo Timm: Landtag beschließt Änderungen im Naturschutz- und Wassergesetz des Landes – 1:1-Umsetung von Bundesrecht in Landesrecht

Der Landtag hat heute Änderungen im Naturschutz- und Wassergesetz des Landes beschlossen und damit wie vom Bundesgesetzgeber gefordert landesspezifische Regelungen zum am 1. März 2010 gültigen neuen Bundesrecht geschaffen. Dieses neue Bundesrecht war unter Federführung des damaligen Bundesumweltministers Siegmar Gabriel erarbeitet und noch in der Großen Koalition im Bund beschlossen worden.

„Wir haben das zu Beginn der 5. Legislaturperiode zwischen SPD und CDU im Koalitionsvertrag vereinbarte Prinzip, Bundes- und Landesrecht immer 1:1 umzusetzen, auch hier beachtet. Deshalb gibt es kaum noch Abweichungen zwischen Landes- und Bundesrecht mehr.

Angepasst wurden unter anderem die Regelungen zur Breite der Küsten- und Gewässerschutzstreifen und die erst 2007 im Landeswassergesetz ohne wissenschaftliche Grundlage erfolgte Verringerung der Abstände für Düngungs- und Pflanzenschutzmaßnahmen (Gewässerrandstreifen). Die Frage der Gewässerrandstreifen wurde im Übrigen auch in der Anhörung des Agrarausschusses diskutiert.

Die gegenüber bisherigen landesrechtlichen Regelungen erfolgten Anpassungen sind nicht nur angesichts der Angleichung zwischen Landes- und Bundesrecht sinnvoll. Sie sind auch vor dem Hintergrund modernster Dosierungstechniken in der Landwirtschaft umweltfachlich zu rechtfertigen und wirtschaftlich geboten. SPD und CDU waren sich hier sehr einig. Ich bin froh, dass der Landtag die Regelungen heute beschlossen hat“, so Udo Timm, der auch Vorsitzender des Agrarausschusses ist.


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